Auch du hattest eine Mutter


Die Dich gebar
Die dich aus Ihrem Schoß entließ
Und in ihre Arme nahm;

Die Dich schützen wollte
Nackt und verwundbar
Wie du warst

In kalter Welt
Und so alleine.

Nun hält sie dich
Und sieht dich an
Und du beginnst den Schmerz zu fühlen,
der dein Wachsen ist
der dein Werden wird
der weg von Dir selbst
hin zum DU selbst.

Sie muss dich lassen, deine Mutter!
du weinst Dienen Weg
suchst die Hand
die ausgestreckt nach Dir
Irgendwo wartet.

Wenn du unsicher gehst
Über den Abgrund
Auf schmalem Pfad
Auf hoher Brücke
Über dem Stöhnen gefallener Kinder
Die den Weg klagend verfehlten.

Du aber folgst dem
Liebenden Herzen der Mutter
Die dich führt
- auch wenn sie Dich nie berührt –
zur Rose zur rettenden,
die inmitten des Kreuzes
den Punkt verbirgt
durch den Rettung ist
aus dieser Welt der Wunden.
Erlösung ist, nach schmerzender
Lösung.
Du gehst dem Ende des Weges entgegen,
auf dem du nicht frierst,
wenn du dann
nackt ihn beschreitest.
Oh! Mit ausgebreiteten Armen
Fliegst du zum Lichte hin!
Ohne Schwere, ohne Angst
Schwebst du der Liebe entgegen,
die Deine ALL-Mutter ist.
Und bist wieder Kind:
Nackt, aber geborgen
Im Schoß der Liebe
Einswerdend mit der Ewigen Mutter.

Selbst Mutter nun mit schützendem Schoß
Für Träumende, Irrende, Sehnende, Suchende.