Eine Vorfrühlingsnacht

Endlich wieder eine Nacht
mit flimmernden, atmenden Sternen
am lichtdurchleuchtenden Himmel...
Ein voller Mond wiegt sich, genießend
in kühler Luft, die einmal sanft
und einmal herrisch weht,
- ganz plötzlich, zwischendurch

Die Blütenblätter schreckend,
die mutig sich aus Knospenwärme wagten.
Das Frühlingsbunt der Büsche und der Blumen
im Mondlicht schimmernd, durchsichtig fast
gespenstisch auch, wen man vorübergeht
- vom eigenen Schatten kühn verfolgt –
Zum Fluß, auf dem das Mondlicht spielt
und tanzt – und lockt – und schreckt -
und wirbelnd hier sich dreht
und schlafend dort sich spiegelt,
wo das Wasser ruht – zwischen Steinen und Wurzeln

Stille

Dann trägt der Frühlingswind von weit her
eine Melodie des Zuges, der vorüberfährt:
“Da damm – da - dat, radam da-dat“
Zum Greifen nah oft, scheint es -
doch fernab, - von schmerzendem Sehnen begleitet
reist er weit in die Welt
oder hoch hinauf, zu den flammenden Sternen
in der spröden Frühlingsnacht.
“Ra damm – da - dat, Da dam - da-dat“